Vom Himmel, dem Paradies und der prachtvollen Stadt

Die Menschen, die Jesus noch persönlich kennen gelernt hatten, kannten natürlich auch noch andere Leute. Einer von denen war Iräneus, der lebte etwa von 135 – 200 n. Chr. und schrieb in seinem berühmtesten Buch „Gegen die Häresien“ auch zum Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld und seiner Deutung durch einige der Jünger bzw. ihrer Freunde.

Gegen Ende des Gleichnisses sagt Jesus über die Gläubigen: „Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.“ Hier findet sich wieder eine Einteilung der göttlichen Arbeit in drei Teile.

Bei Irenäus lesen wir den folgenden Abschnitt dazu:

Und dann werden, wie die Ältesten sagen, die, welche des himmlischen Verkehrs würdig sind, dort eingehen, d. h. in den Himmel, andere werden die Freuden des Paradieses genießen, noch andere die prachtvolle Stadt besitzen, überall aber werden sie Gott schauen, nach dem Maße, wie es ein jeder verdient.

Hier ist wieder eine Dreierteilung in Himmel, Paradies und Stadt, die dann in Bezug zu Jesu Gleichniss gesetzt werden:

So unterscheidet sich die Wohnung derer, die hundertfache, sechzigfache oder dreißigfache Frucht empfangen. Die einen werden in den Himmel auf genommen werden, die andern im Paradiese sich aufhalten, noch andere in der Stadt wohnen; und deswegen habe der Herr gesagt, bei seinem Vater seien viele Wohnungen . Alles nämlich gehört Gott, und allen weist er die passende Wohnung an.

(Irenäus,  Wider die Häresien (Contra Haereses), Fünftes Buch,36. Kapitel: Die neue Erde, eine Wohnung der Gerechten)

Das liest sich natürlich ein wenig anders als das, was in unserer Zeit in der christlichen Szene meistens propagiert wird. Vielleicht muß man nochmal überdenken was man so alles einfach glaubt.

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